FATCA - Foreign Account Tax Compliance Act

FATCA - Diese fünf Buchstaben stehen für „Foreign Account Tax Compliance Act“. Diese Regelungen wurden am 18. März 2010 von der US-amerikanischen Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Services) als Teil des „Hiring Incentives to Restore Employment“ (HIRE) Gesetzes eingeführt. Das Ziel ist es, das US-Steuer Reporting von ausländischen Finanzinstitutionen erheblich zu verschärfen, um dabei Steuerhinterziehung durch Auslandsinvestitionen von US-Steuerpflichtigen zu unterbinden. Hierzu werden Nicht US-Finanzdienstleister („Foreign Financial Institutions“ kurz FFIs) weltweit quasi gezwungen, einen Vertrag mit dem IRS zur Weiterleitung von Kunden- und Kontendaten abzuschließen. Für nicht kooperationswillige Finanzinstitutionen und deren Kunden wird eine Strafsteuer von 30% auf US-basierte Erträge (einschließlich Veräußerungserlösen) erhoben. Nach den aktuellsten Veröffentlichungen (IRS Notice 2011_53 vom 14.07.2011) wurde die Frist für das Inkrafttreten von FATCA um ein halbes Jahr auf den 30.06.2013 verlängert. Ab diesem Zeitpunkt ist FATCA auf alle Zahlungen mit US-Bezug anzuwenden.

Für das Verständnis von FATCA und die Ableitung der Auswirkungen auf die internen Systeme und Prozesse unserer auskunftspflichtigen Kunden, gibt die FATCA - Notice 2011-34 den besten Einblick in die Anforderungen. 

Die Kernpunkte der Vorschrift im Einzelnen:

  • Umfassende Identifizierungspflichten von potenziellen US-Konten
  • Einführung einer Strafsteuer ab 1.01.2014 in Höhe von 30% zusätzlich zur allgemeine US – Quellensteuer
  • Die Veröffentlichung der „Proposed Regulations“ ist weiterhin für Ende 2011 geplant. Die „Final Regulations“ und die finale Version des FFI-Vertrags und der Reporting Formulare für „Withholding Agents“ und PFFIs wurden für Sommer 2012 angekündigt.
  • Die aktuellen QI-Verträge, die am 31.12.2012 auslaufen, werden automatisch bis zum 31.12.2013 verlängert.

Auswirkungen:

a) wenn kein FATCA Agreement besteht:

  • 30 % Strafsteuer auf sämtliche US Erträge aller Kunden (US und nicht US Bürger sowie eigene Bestände)
  • Eventueller Verlust der Geschäftsbeziehung mit „Compliant FFI’s“

b) bei unkooperativen FFIs bzw. Kunden:

  • Separierung bis hin zur Schließung dieser Geschäftsverbindung

messer + schölles bietet seinen Kunden die Umsetzungskompetenz, um die Themen in entsprechenden Projekten strukturiert und effizient anzugehen und erfolgreich abzuschließen.

  • Projektleitung
  • Fachliche Konzeption
  • Testkonzeption und - durchführung
  • Schulungskonzeption

 

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