Fachbegriffe und Abbkürzungen

  • Abgeltungsteuer – Die sogenannte „Abgeltungssteuer“ wurde zum 1. Januar 2009 in Deutschland eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Quellensteuer auf private Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne. Steuerpflichtige werden unabhängig von der Höhe ihrer Einkünfte mit einem Steuersatz von 25% versteuert.
  • CCP – Central Counterparty for Equities
  • Coaching – Coaching wird oft als eine Beratungsform verstanden zur Verbesserung der persönlichen Lern- und Leistungsfähigkeiten. Dazu gehört die ziel- und lösungsorientierte Fachberatung und Kompetenzschulung von Mitarbeitern.
  • Corebanking – Zur Corebanking (Deutsch: Kernbankgeschäfte) gehören grundsätzlich alle Depotgeschäfte und Aktivgeschäfte (z.B. Kredit/Darlehensvergabe) einer Bank. Dazu gehört die Verwaltung von Sparkonten und Zahlungsverkehr bis hinzu Kredite und Hypotheken. Hierfür stellen Banken verschiedene Dienste zur Verfügung wie z.B. Online-Banking, Geldautomaten und örtliche Niederlassungen.
  • Datamapping – Als Data Mapping bezeichnet man Prozesse, die unterschiedliche Datenmodelle miteinander verknüpfen und dadurch die grundlegenden Beziehungen zwischen den Datenmodellen hervorbringen. Data Mapping ist ein zentraler Bestandteil von Datenintegration.
  • DV- Konzeption – Das Datenverarbeitungskonzept beinhaltet alle technisch relevanten Daten und deren Verarbeitungsschritte, die zur Realisierung einer Software benötigt werden. Dazu gehört der Entwurf der Softwarearchitektur und des Arbeitsablaufs d.h. eine genau Beschreibung der Eingangs- und Ausgangsdaten.
  • FATCA „Foreign Account Tax Compliance Act“. Mit diesem Teil eines im Jahr 2010 in Kraft getretenen US-Gesetzes wird ab 30.06.2013 das US-Steuer-Reporting von ausländischen Finanzinstitutionen deutlich verschärft. 
  • Fusion – Eine Fusion (Englisch: Merger) ist ein Zusammenschluss zweier oder mehrerer Unternehmen zu einer Wirtschaftseinheit. Die Tendenz zur Fusion im öffentlichen-rechtlichen und im privaten Sektor steigt insbesondere nach der Finanzkrise.
  • FX-Handel – Der Devisenmarkt (Englisch: Foreign Exchange Market) ist eine dezentralisierte OTC-Handelsplattform für den Devisenhandel. Devisengeschäfte beinhalten Devisenkassageschäfte (FX Spotgeschäfte), Devisentermingeschäfte (Forwards), Devisenswapgeschäfte (FX Swaps) und Devisenoptionsgeschäfte (FX Options). Der größte Teil des Devisenhandels findet außerbörslich im Interbankenhandel statt.
  • GAP-Analysen – Die GAP-Analyse (Deutsch: Abweichungsanalyse) dient zur Erkennung und Analyse von strategischen und operativen Diskrepanzen zwischen der tatsächlichen Betriebsleistung und der potenziellen Betriebseffizienz. Die GAP-Analyse baut auf Zukunftsprojektionen auf und prüft die Abweichung zwischen den betriebswirtschaftlichen Anforderungen und den aktuellen Leistungen für die Erreichung zukünftiger Betriebsziele.
  • GEOS – Das Globale Effekten Online System (GEOS) wird als Tool bei Wertpapierabwicklung eingesetzt. Dabei dient GEOS als IT-Abwicklungs- und Verwaltungssystem für Finanzinstrumente und Aufträge mit dem Schwerpunkt auf Straight-through-Processing. GEOS erfasst die gesamte Wertschöpfungskette im Wertpapiergeschäft und wird von Software Daten Service (SDS) angeboten.
  • High Potentials – Als “High Potential” bezeichnen wir Mitarbeiter, die hohe Leistungen bringen und auch hohes Potenzial für eine persönliche Entwicklung zeigen. Für den optimalen Projekteinsatz haben wir ein Screening Prozess aufgesetzt, damit unsere Kunden immer den besten Berater für ihre Projektanforderungen erhalten.
  • IAS – International Accounting Standards
  • ICSD – International Central Securities Depository
  • Interimsmanagement – Interimsmanagement (auch Management-auf-Zeit genannt) beinhaltet einen befristeten betriebswirtschaftlichen Managementeinsatz z.B. bei einer Übergangsperiode, Krise oder Organisationsumstrukturierung.
  • Investment Banking – Investment Banking beinhaltet die Geschäftstätigkeiten von Investmentbanken u.a. Wertpapierhandel, Vermögensverwaltung, Unterstützung bei Kapitalaufnahmen durch Fusionen und Unternehmensübernahmen, und Investmentgeschäfte an Finanzmärkten.
  • Jahresendreporting – Jahresendreporting ist die Finanzberichterstattung eines Geschäftsjahres und gibt Auskunft über die finanzielle Lage eines Unternehmens durch den Abschluss der Buchhaltung und Rechnungswesen. Der Jahresreport bildet die Grundlage für die Besteuerung und Ausschüttungsbemessung des Unternehmens.
  • Kordoba – Kundenorientiertes Dialogsystem für Bankgeschäfte (KORDOBA) ist ein Core-Banking System, das auf einer Software basiert ist, die die elektronische Abwicklung von Kernbankgeschäften ermöglicht.
  • MaK – Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft der Kreditinstitute
  • MaRisk - Mindestanforderungen an das Risikomanagement
  • Meldewesen – Im Finanzwesen sind Kreditinstitute verpflichtet gewisse gesetzlich bestimmte Meldepflichten zu erfüllen. Meldepflichten sind aufgeteilt unter Bankenaufsicht, Kreditmeldungen, Beteiligungsmeldungen und Bankenstatistik. Diese Daten dienen der Bundesbank und BaFin bei der Bankenregulierung (Überwachung der Banken) und Aufsicht des Finanzsystems.
  • Middleware – Middleware Anwendungen dienen als neutrale Programme und Verteilungsplattformen in komplexen Softwaresystemen, die den Datenaustausch mit anderen ansonsten abgetrennten Softwarekomponenten ermöglicht. Dabei bieten Middleware Applikationen eine Verknüpfung zwischen verschiedenen alleinstehenden Softwareanwendungen.
  • MiFID – Markets in Financial Instruments Directive
  • Outsourcing – Unter Outsourcing versteht man die Weitervergabe von bisher intern erbrachten Unternehmensleistungen (Aufträge, Tätigkeiten usw.) an Drittunternehmen. Für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute in Deutschland gelten gemäß MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement) strenge Bedingungen für Outsourcing.
  • Project Management Office – Ein Project Management Office (PMO) ist für administrative Tätigkeiten wie z.B. Betreuungs- und Koordinationsaufgaben innerhalb eines Projektes zuständig. Zusätzlich kann ein PMO auch für u.a. Projekt-Portfolio Management, Projekt-Audits, PM Training und Wissensmanagement verantwortlich sein.
  • Prozessanalyse – Die Aufnahme/Dokumentierung und Analyse von Geschäftsprozessen bezeichnet man als Prozessanalyse. Prozessanalysen werden durchgeführt um Arbeitsmaßnahmen zu minimieren und Kosten zu senken um dabei Prozesse effektiver und effizienter zu gestalten. Dies wird auch als Prozessoptimierung bezeichnet.
  • Qualitätsmanagement – Zum Qualitätsmanagement (QM) gehören alle Maßnahmen, die zur Optimierung von jeglichen Prozessen, Produkten und Leistungen dienen. Prozessmanagement ist ein wichtiger Teil des Qualitätsmanagements für den Aufbau schlanker Arbeitsprozesse entlang der Wertschöpfungskette.
  • Risikomanagement – Risikomanagement beinhaltet die systematische Erkennung, Erfassung, Bewertung und Priorisierung von Risiken und die darauffolgenden Korrekturmaßnahmen zur Risikominimierung.
  • Service Desk – Ein Service Desk ist eine wichtige Anlaufstelle für sämtliche Serviceanfragen und dient als Vermittlungsschnittstelle zwischen Kundenanforderungen und Umsetzungen durch den Dienstleister. Die Serviceanfragen werden auch Service Requests genannt.
  • SPOC – Single Point of Contact
  • Straight-through-Processing - auch durchgehende Datenverarbeitung genannt, kennzeichnet die Möglichkeit gesamte Handelsprozesse elektronisch durchzuführen mit minimalem Interaktionsaufwand d.h. ohne manuelle Eingriffe oder Neueingaben. STP wird angewendet um operative und systemische Risiken zu minimieren und Betriebskosten zu senken.
  • System Re-Engineering – die grundlegende Änderung oder Erneuerung von Produktionsprozessen in Betrieben. In unserem Kontext hauptsächlich fokussiert auf Anpassungen in den Bankensystemen. Das Resultat sind Verbesserungen in entscheidenden messbaren Leistungsgrößen in den Bereichen Kosten, Qualität, Service und Zeit.
  • Systemeinführung – Systemeinführungen sind softwaretechnische Implementierungen von Computerprogrammen und Programmierungen.
  • Test Management – Test Management beinhaltet die Verwaltung und Prüfung von angewendeter Automatisierungssoftware. Ein Test Management Tool generiert in der Regel eine sogenannte Testmatrix, die wichtige Indizien über die Funktionalität eines System Under Test (SUT) gibt.
  • Transaction Banking – Transaction Banking bezeichnet speziell Back Office Dienstleistungen, die organisatorisch und technisch aus der Wertschöpfungskette eines Finanzdienstleisters entnommen wurden. Transaktionsbanken hingegen vermitteln als Wertpapierdienstleister zwischen Kreditinstitutionen und der Börse, und stellen außerdem auch ihre Wertpapierabwicklungssysteme für Kreditinstitute zur Verfügung um kostengünstige und schnelle Wertpapierabwickelung zu ermöglichen.
  • Treasury – Treasury im Bankenwesen ist der Bereich, der sich mit Treasury Management beschäftigt. Cash und Liquiditätsmanagement sowie jegliche Finanzplanung, Verbesserung der Bankbilanzstruktur, Risikovorbeugung gehören dabei zum Treasury Management.
  • Use Cases – Ein Use Case (Deutsch – Anwendungsfall) ist eine systematische Aufzählung / Beschreibung von allen möglichen inhaltlichen Schritten / Szenarien, die bei der Anwendung eines Programms für den User auftreten können um ein bestimmtes fachliches Ziel zu erreichen.
  • Workflow Management – Workflow-Management (Deutsch- Verwaltung von Arbeitsabläufen) ist die systematische Erfassung von Arbeits- und Geschäftsprozessen – sogenannte „Workflows“. Dabei kann Workflow Management durch informations- und technische Unterstützung bei der Automatisierung dieser Prozesse helfen.